Tagungen

Die Großen Arbeitstagungen des Freiburger Arbeitskreises Literatur & Psychoanalyse

finden regelmäßig jedes zweite Jahr statt.

Tagungsort:Bürgerhaus am Seepark in Freiburg i. Br.
Adresse:Gerhart-Hauptmann-Straße 1
Parkplatz:Siedlerweg
Stadtbahn:Linie 1, Richtung Landwasser
Haltestelle:Betzenhauser Torplatz

Veranstalter
Dominic Angeloch
Ortrud Gutjahr
Tatjana Jesch
Helga Kremp-Ottenheym
Joachim Küchenhoff
Astrid Lange-Kirchheim
Wolfram Mauser
Joachim Pfeiffer
Carl Pietzcker
Petra Strasser


Die nächste Große Arbeitstagung zum Thema »Angst« findet statt am 26./27.01.2018, wiederum im Bürgerhaus am Seepark.

Wann? Freitag, den 26. Januar 2018 von 14:15 Uhr bis ca. 20 Uhr

Samstag, den 27. Januar 2018 von 9 bis ca. 19 Uhr

Wo? Freiburg im Bürgerhaus am Seepark
Investition 75,- € für beide Tage; 35,- € für Freitag; 40,- € für Samstag

Studierende und Auszubildende: 15,- € für beide Tage; 5,- € für Freitag; 10,- € für Samstag

Anmeldung Online-Anmeldung über www.litpsych.uni-freiburg.de

per Mail mit Anmeldeformular an Kristina.Wacker@gmx.net

per Post an Kristina Wacker, Unteres Grün 10, 79117 Freiburg

Für die Versendung der Flyer mit ausführlichen Angaben zum Programm und zur Tagungsorganisation brauchen wir Ihre Mithilfe!

Bitte teilen Sie uns Änderungen Ihrer Postadresse mit, die sich seit Ihrer letzten Teilnahme an einer Veranstaltung des Arbeitskreises ergeben haben. Nur so können wir sicherstellen, dass die Flyer Sie auch postalisch erreichen.

Vielen Dank

Freiburger Arbeitskreis Literatur & Psychoanalyse e.V.
Deutsches Seminar der Universität Freiburg

Kontakt:
Freiburger Arbeitskreis für Literatur und Psychoanalyse e.V.
Deutsches Seminar – Neuere Deutsche Literatur
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Platz der Universität 3
79085 Freiburg
http://www.litpsych.uni-freiburg.de
Rückmeldung und Anfragen zur Tagung richten Sie bitte an:
Kristina Wacker
Telefon: 0761/6964166
Kristina.Wacker@gmx.net

ANGST ist ein überwältigender, bedrohlicher und zu irrationalem Handeln treibender Affekt. Angst flottiert frei und konkretisiert sich an immer neuen, auch realen Bedrohungen.

In der Literatur werden angsterzeugende ästhetische Strategien seit der Antike eingesetzt (vor allem im Dienst der Katharsis), sie finden sich in den literarischen Texten des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Seit dem 18. Jahrhundert schreiben namhafte Autoren „schauerliche“ Erzählungen oder Gedichte. Mit der „schwarzen Romantik“ eines E.T.A. Hoffmann oder Bonaventura nehmen die Nachtseiten der menschlichen Psyche, die Bedrohungen durch Ängste, die aus dem Unbewussten aufsteigen, in kunstvollen Erzählungen Gestalt an und werden zur Grundlage moderner Horrorliteratur. Im 20. Jahrhundert wird die Literatur – und bald schon der Film, besonders der expressionistische Stummfilm – zum Tummelplatz vielfältiger Ängste.

Die Psychoanalyse nähert sich der Angst aus unterschiedlichen Perspektiven: aus triebökonomischer unter dem Aspekt der Umwandlung aufgestauter libidinöser Energie in Angst; aus triebdynamisch-ichpsychologischer als einem im Ich angesiedelten Signal, das auf drohende Gefahr hinweist und zu Kampf, Flucht oder Verdrängung auffordert; aus traumapsychologischer Perspektive als Erfahrung von Hilflosigkeit bei Ich-Überflutung durch eine übergroße Energiemenge, nachdem der Reizschutz durchbrochen wurde; unter genetischer Perspektive als Wiederholung einer traumatischen Situation, die durch einen gegenwärtigen Reiz ausgelöst wird; aus objektpsychologischer Perspektive mit Blick auf Ausbildung und Verinnerlichung zerstörerischer oder schützender Objekte; aus abwehrpsychologischer Perspektive mit Blick auf die unterschiedlichen angstabwehrenden Mechanismen und die ihnen entsprechenden Pathologien.

Zu fragen ist aus literaturwissenschaftlicher Sicht vor allem, wie die Angst und ihre Abwehr die literarische Form bestimmen. Wenn sie für Freud Angst „Kernsymptom der Neurose“ war und von einer Reihe anderer Autoren als eine Grundbefindlichkeit des menschlichen Daseins aufgefasst wurde, muss sie dann für die Literatur nicht nur als eines unter vielen Themen, sondern als ihr wesentlich zugehörig verstanden werden?


Die Rahmenthemen der letzten öffentlichen Tagungen:

2016: Altern
2014: Interkulturalität. Konstruktionen des Anderen
2012: Scham
2010: Kindheiten
2008: Körper.Konstruktionen
2006: Freuds Aktualität
2005: Lachen

Hier finden sie die Programme der zurückliegenden Tagungen [pdf]:

Tagungsprogramm 2016 – Altern und hier: die offizielle Ankündigung
Tagungsprogramm 2014 – Interkulturalität. Konstruktionen des Anderen
Tagungsprogramm 2012  – Scham
Tagungsprogramm 2010 – Kindheiten
Tagungsprogramm 2008 – Körper.Konstruktionen
Tagungsprogramm 2006 – Freuds Aktualität
Tagungsprogramm 2005 – Lachen

Dörte Hinrichs‘ Beitrag vom 04. Februar 2016 »Die Psychoanalyse entdeckt die Senioren. Spätes Alter statt früher Kindheit« für den Deutschlandfunk zur Tagung 2016 »Altern« finden Sie hier zum Nachlesen und zum Nachhören.

Hier finden Sie die Besprechung der Tagung »Altern« 2016 von Christine Richard in der Basler Zeitung.

Dörte Hinrichs‘ Beitrag vom 30. Januar 2014 »Wieso wir Angst vor Dem Fremden haben – Konstruktionen des Anderen. Über den Umgang mit dem Fremden« für den Deutschlandfunk zur Tagung 2014 »Interkulturalität« finden Sie hier zum Nachlesen und zum Nachhören.

Hier finden Sie die Besprechung der Tagung »Scham« 2012 von Christine Richard in der Basler Zeitung.

Dörte Hinrichs´ Beitrag »… und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren< – Der Freiburger Arbeitskreis >Literatur und Psychoanalyse< zur Grenze des Schamgefühls« für den Deutschlandfunk zur Tagung 2012 »Scham« finden Sie hier zum Nachlesen oder auf der Seite des Deutschlandfunks.

Hier finden Sie außerdem einen Beitrag des Deutschlandfunks über die Tagung »Kindheiten« 2010 von Dörte Hinrichs und Hans Rubenich.

Den Beitrag zur Tagung 2006 »Freuds Aktualität – Jahrestagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur und Psychoanalyse« aus dem Deutschlandfunk finden Sie hier.

Besprechungen zurückliegender Tagungen:

1. Dominic Angeloch: »Freiburger Arbeitskreis Literatur & Psychoanalyse: »Kindheiten«, in: Psyche. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen 64 (2010), S. 465-468.
Die Besprechung können Sie hier lesen. Bitte beachten Sie: Der Nachweis am Ende des Dokuments ist nicht korrekt, Nr. 5 muss korrigiert werden in Bd. 64 (2010).

2. Harald Weilnböck: »Zur Freiburger Tagung ‚Freuds Aktualität’ im Januar 2006«. Tagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur und Psychoanalyse, in: Psyche 60 (2006), H. 7, S. 674-678.

3. Harald Weilnböck: »’Fremde’. Tagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur und Psychoanalyse, Februar 2001«, in: Psyche 56 (2002), H. 1, S. 84-87.